|
|
Eine Stadt während aller Jahreszeiten.
Stellenbosch, die zweitälteste Stadt Südafrikas, entwickelte sich aus einer Siedlung von holländischen Einwanderern, denen man im Jahre 1680 hier an den Ufern des Eerste Rivier (Rivier = Fluss) Land geschenkt hatte.
|
|
|
Gründervater war der damalige Gouverneur des Kaplandes, Simon van der Stel, der - von der Schönheit und Fruchtbarkeit des Landes überzeugt - zu einer Siedlung aufrief. Mit dem Namen Stellenbosch, der in etwa mit "Stel's Busch" übersetzt werden kann, wurde eine kleine Insel im Eerste Rivier bezeichnet, wo van der Stel mit seinen Begleitern 1679 das erste Lager aufgeschlagen hatte.
Schon einige Jahre später war der Ort so weit gewachsen, dass eine Verwaltungsbehörde und ein regionales Gericht etabliert wurden. Stellenbosch entwickelte sich als Grenzstadt und bildete das Tor zum damals wilden, unbesiedelten Hinterland im Osten. |
|
|
Obwohl katastrophale Feuersbrünste die Stadt mehrmals heimsuchten, wurden die meisten historischen Gebäude wieder sorgsam restauriert, so dass Stellenbosch heute zu den am besten erhaltenen Städten aus der Gründerzeit der Kapkolonie zählt. Im Dorp Museum in der Altstadt kann man kapholländische Häuser aus verschiedenen Epochen einschliesslich der Inneneinrichtung besichtigen. |
|
|
Stellenbosch hat heute rund 50.000 Einwohner und ist Zentrum der wohlhabenden Weinbau-Region am Kap. Die Stadt besitzt zudem eine der renommiertesten Universitäten in Südafrika, unter anderem auch mit einer Fakultät für Weinbau. Unterrichtssprache war in Stellenbosch bislang das Afrikaans. Erst in neuester Zeit wird auch in English gelehrt.
Stellenbosch liegt am Eerste River, 111 m über dem Meer, in einem sehr fruchtbaren Tal. Bekannt wurde Stellenbosch als Zentrum eines der besten südafrikanischen Weinanbaugebiete und als Sitz der renommierten Stellenbosch-Universität (1918 gegründet, knapp 13.000 Studenten). |
|
|
Ein vorwiegend von Touristenscharen aufgesuchter Ort ist der aus den Anfängen Stellenboschs stammender „Oom Samie se Winkel", was soviel heißt wie „Onkel Sam’s Laden". Ein wirkliches Erlebnis ist der Bummel durch das Geschäft mit seinem Krimskrams, Obst, Tabak, Trockenfisch, duftenden Gewürzen, selbstgemachte Konfituren usw., da es den Besucher in eine längst vergangene Zeit zurückversetzt, in der es noch keine Shopping-Malls oder Supermärkte gab. |
|
|
Außerdem ist Stellenbosch berühmt für seinen Reichtum an historischer Bausubstanz. Von allen Siedlungen, die am Kap während der Zeit der Holländisch-Ostindischen Handelskompanie gegründet wurden, ist die Innenstadt von Stellenbosch am besten erhalten geblieben. So kann man in diesem idyllisch gelegenen Städtchen hervorragende Zeugnisse kapholländischer, aber auch georgianischer und viktorianischer Architektur sehen. Noch heute sind diese Spuren überall gegenwärtig: Die Hauptstraßen der Stadt sind noch heute von mächtigen Eichen gesäumt - daher der Afrikaans-Name „Eikestad" (Eichenstadt). |
|
|
Das historische Erbe ist vor allem im und um das Zentrum sichtbar und umfaßt etwa 60 denkmalgeschützte Gebäude. Viele stehen in der Dorp Street, mit der längsten historischen Häuserzeile des Landes. Viele sehenswerte Häuser sind über die ganze Stadt verteilt - insbesondere auf dem Dorfplatz, auf dem früher Militärparaden und Feste gefeiert wurden findet mal viele denkmalgeschütze Gebäude. |